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Ambrosia (Traubenkraut oder Ragweed) - Ein Spätblüher mit hohem Sensibilisierungsrisiko

Ihre allergischen Patienten waren in diesem Jahr bereits durch den frühen Pollenflug einheimischer Bäume und Gräser besonders betroffen. Nach der Sommerzeit erwartet sie nun mit den Schimmelpilzen und Kräuterpollen die nächste Welle allergologisch relevanter Aeroallergene.

Als potentes, eher neues Allergen gewinnen die Pollen von Ambrosia (Traubenkraut) vermehrte Relevanz. Als Spätblüher setzt Ambrosia seine Pollen von August bis Oktober frei, in milden Lagen zuweilen noch im November. Dies verlängert die bei uns übliche Zeit des Pollenfluges drastisch. Da immense Mengen an Pollen freigesetzt werden, besteht ein entsprechend hohes Sensibilisierungsrisiko.

Ambrosien sind in ihrer ursprünglichen Heimat Nordamerika der häufigste Allergieauslöser. In den Vereinigten Staaten sind bereits etwa 10 Prozent der Bevölkerung allergisch – Tendenz weiter steigend. Ambrosien wurden durch den transkontinentalen Flug- und Schiffsverkehr bei uns eingeschleppt und verbreiten sich zunehmend. Ambrosia-Samen werden häufig über importiertes Vogelfutter für Zier- und Wildvögel verbreitet. Besonders allergologische Beachtung finden die Arten

          - Beifußblättrige Ambrosie (W1)
          - Ausdauernde Ambrosie (W2) 
          - Dreilappige Ambrosie (W3)

Die beobachteten Krankheitsbilder der Ambrosia-Allergiker sind meist schwerer, als bei Patienten mit einer Sensibilisierung gegen einheimische Kräuter. Sie sind häufig mit der Ausbildung eines allergischen Asthma bronchiale verbunden. Ebenso kann der Kontakt mit Ambrosia-Pflanzen zu allergischen Hautreaktionen (Kontaktdermatitis) führen. Deshalb gilt es, die Sensibilisierung rechtzeitig und sicher zu erkennen. Nur so kann eine spezifische Therapie gegen diesen aggressiven Allergieauslöser rechtzeitig begonnen werden.

Hinweise zur Anforderung:
Jedes Allergen kann als Einzelallergen angefordert werden. Daneben können auch Mischungen (Ambrosienmischung, verschiedene Kräutermischungen sowie eine Inhalationsmischung) angefordert werden.

Hinweise zur Abrechnung:
Sie können nach EBM bis zu 15 Einzelallergene oder Mischungen auf einer Überweisung anfordern. Bitte auch an die Auschlußkennziffer 32009 (Allergische Erkankungen bei Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr) denken.
Nach GOÄ können je Auftrag bis zu 10 Einzelallergene und bis zu 4 Allergenmischungen angefordert werden.

Material: Serum

Kosten:
EBM:    32427 (Einzelallergen oder Mischung)   7,70 €
GOÄ:    3890/3891 (Mischung/Einzelallergen)  14,57 €
IGeL:   3890/3891  (Mischung/Einezlallergen)  14,57 €
Stand: 10/2007

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Nähere Informationen auch unter: www.ambrosiainfo.de

(Laborinformation Oktober 2007)

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