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Erweiterung der HPV-Diagnostik zum Gebärmutterhalsscreening

Ab Juli 2010 wird die HPV-Diagnostik ausgeweitet. Bei der Bestimmung der Infektion mit HPV wird ab Juli 2010 das Vorhandensein von HPV nachgewiesen und gleichzeitig eine Genotypisierung durchgeführt.
Zur Abschätzung der Aktivität der Infektion und Prognose ist eine weitere Analyse im IMD erhältlich:
Die Bestimmung der E6/E7-mRNA.

Das Abnahmebesteck zum HPV-Nachweis besteht ab September aus dem unten abgebildeten System für beide Untersuchungen:

Abstrichbesteck

Die bisher verwendeten Abstrichbestecke der Fa. Digene können aufgebraucht werden. Bei Ihrer nächsten Bestellung schicken wir Ihnen dann o. g. Abstrichbestecke.

Luminex-basierte HPV Genotypisierung

Mit dieser innovativen Methode werden die 25 wichtigsten HPV-Typen nachgewiesen. Hierbei ist es möglich, multiple Infektionen zu differenzieren oder aber auch Neuinfektionen zu erfassen. Die Erkennung der einzelnen Genotypen erlaubt eine bessere Abschätzung der Entartungswahrscheinlichkeit.
Aus dem Material der flüssigkeitsbasierten Zytologie (Cytec Puffer) wird DNA isoliert und mittels PCR die HPV-DNA amplifiziert und sodann der Genotypisierung in einem Hochdurchsatzverfahren unterworfen.
Diese Methode wird bereits seit 3 Jahren an der Klinik für Gynäkologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin angewendet. Sie ist nicht nur spezifischer als die bisher verwendeten High- und Low-risk-Gruppierungen mittels Gensonde, sie besitzt darüber hinaus auch eine interne Kontrolle über die Qualität des jeweiligen zytologischen Abstrichs (Nachweis von ß-Globulin).
Fragen hierzu an: PD Dr. A. M. Kaufmann, Gynäkologische Tumorimmunologie, R. 4503, Charité Campus Benjamin Franklin, Tel. 030-8445-2756,
Fax. 030-8445- 2937, e mail: andreas.kaufmann@charite.de

HPV E6/E7-mRNA als neuer Marker für das HPV induzierte- Zervixkarzinom

Persistierende Infektionen mit HR-HPV stellen die Hauptursache des Zervixkarzinoms dar. Zusätzlich entscheidend dabei ist die Differenzierung zwischen transformierenden und nicht-transformierenden HPVInfektionen. Dies ist nur auf Basis einer mRNA-Bestimmung möglich. Das Vorhandensein von onkogener E6/E7-RNA ist ein sicherer Hinweis auf eine vorliegende aktive Infektion zervikaler Epithelzellen. Der PreTect®- HPV-Proofer bestimmt das Risiko für die Entwicklung eines Zervixkarzinoms und dysplastischer Vorstufen durch Nachweis der onkogenen E6/E7-mRNA. Der Nachweis dieser mRNA ist ein Hinweis auf die Integration der viralen E6/E7-DNA ins Wirtsgenom. Die E6/E7- mRNA ist ein Zeichen für Zelltransformation und korreliert daher mit der Entstehung von Zervixkarzinomen.

Indikationen

Die Untersuchung auf HPV E6/E7-mRNA ist indiziert:
• Bei zytologischem Befund Pap IIW, Pap III oder Pap IIID
• Bei unklaren oder diskrepanten zyto-, histo- oder molekularbiologischen
   Befunden
• Zur Kontrolle der Therapie höhergradiger Dysplasien
• Zur weiteren Abklärung eines HPV-DNA-positven Ergebnisses
• Konsequenzen aus dem Testergebnis
• Sichere Entscheidung für oder gegen weiterführende Diagnostik oder 
   Therapie
• Vermeidung von Überdiagnose und Überbehandlung
• Klare Bewertung der Prognose der Läsion

Untersuchungsanforderung

Anforderung:
HPV DNA Genotypisierung, HPV mRNA-Nachweis

Indikation:
V. a. HPV-Infektion, verdächtiger zytologischer Abstrich. Abschätzung der Aktivität der HPV-Infektion

Untersuchungsmaterial:
Abstriche, Material für Dünnschichtzytologie (Thinprep/PreservCyt),
Biopsien Spezialabnahmebesteck für die Abstriche

Anwendung des Abstrichbesteckes:
- Einführen der Abstrichbürsten in den Endozervikalkanal
- Abstrichentnahme unter Rotation der Bürste
- Überführen der Bürste in das Transportgefäß, Resuspendieren der
  abgestrichenen Zellen in die Transportlösung (CytC-Lösung).

Kosten 
                                                                                                               
HPV                  GOÄ         4780       113,96 €    erweiterte Vorsorge
Genotyp.          (1,15     +4783                   
                         fach)     +4785                   

                         IGeL        4783        46,63 €
                         (1,0       +4785
                         fach)                                                                                

                         EBM       32820        34,40 €    auffällige Zytologie; Z. n. Op.
                                    +32859        __                                                      

mRNA E6/E7    GOÄ         4780      147,46 €    erweiterte Vorsorge
                         (1,15     +4786
                         fach)     +4785
                                     +4782                                                                  

(Laborinformation September 2010)

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