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Institut für Medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam MVZ GbR ![]() |
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Stellungnahme zum neuen Test Tumor M2-PKTM im Stuhl
Der Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Gewöhnlich sind Männer und Frauen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr betroffen. Meistens wird der Krebs zu spät entdeckt. Bei rechtzeitiger Diagnose besteht eine sehr hohe Heilungschance. Eine gerade in der Zeitschrift Cancer Research 2/2003 publizierte Untersuchung über den neuen Test u.a. von Prof. Kloer aus der Universität Gießen zeigt, dass bei der überwiegenden Mehrzahl der Patienten mit Dickdarmtumoren die Werte der Tumor-Pyruvatkinase (Tumor M2-PK) im Stuhl erhöht war. Da es noch wenig Erfahrung mit dem Test auf Tumor M2-PK zur Erkennung von Darmkrebs gibt und größere Studien bisher nicht durchgeführt oder veröffentlicht wurden, lässt sich die Wertigkeit dieses vielversprechenden neuen Testes zur Zeit nicht beurteilen. Von den gesetzlichen Krankenkassen wird dieser Test in der Regel noch nicht bezahlt. Man kann ihn aber Selbstzahlern (Kassenpatienten als IGEL-Leistung und natürlich Privatpatienten) anbieten. Die Untersuchung auf Blut im Stuhl als bisherige Screeninguntersuchung kann nur blutende Tumore nachweisen, was in etwa bei 30-60% der betroffenen Patienten der Fall ist. Der Tumor M2-PK Test kann die Diagnostik bereichern und voranbringen. Prinzip der Messung Es wird nur noch eine frische Stuhlprobe (möglichst vom gleichen Tag, da der Parameter nicht längerfristig bei Raumtemperatur stabil ist) benötigt, aus der mit Hilfe eines Enzymimmunoassays die Tumor-spezifische Pyruvatkinase (Tumor M2-PK) quantitativ bestimmt wird. Eine spezielle Diät vor der Probenahme ist nicht erforderlich. Interpretation der Messung Die Tumor M2-PK wird von verschiedenen Tumoren des Verdauungstraktes gebildet, sodass bei erhöhten Werten endoskopisch sowohl Tumore des Dickdarms durch Koloskopie als auch Tumore des oberen Verdauungstraktes besonders auch des Magens durch eine Gastroskopie ausgeschlossen werden sollten. Ob Polypen als benigne Vorstufen der Tumore oder inwieweit auch andere entzündliche Darmerkrankungen zu einer Erhöhung der Tumor M2-PK führen, muss in weiteren Studien untersucht werden. Bei negativem Testergebnis der Tumor M2-PK und weiter bestehendem Verdacht auf Dickdarmkrebs muss eine Darmspiegelung durchgeführt werden. Anforderung Material: Es wird eine erbsengroße Stuhlprobe vom gleichen Tag benötigt. (Es werden nicht mehr drei Proben von unterschiedlichen Tagen wie beim Test auf Blut im Stuhl benötigt.) Abrechnung: Für Privatpatienten entsprechend GOÄ 4062 27,98 € Als IGEL-Leistung entsprechend GOÄ 4069 27,98 € Zur Zeit ist diese Bestimmung keine Leistung der gesetzlichen Kassen. (Laborinformation Mai 2003) Schnellzugriff Kontakt Impressum |





